Zufluchtsort Israel - Ö. Emigration nach Palästina

45 min, Ö 2018

Erstausstrahlung am 12. Mai 2018, ORF III

Eine Ko-Produktion von Trilight Entertainment und ORF III - Kultur und Information.

Copyright aller Filmstills: Trilight Entertainment / ORF III - Alle Rechte vorbehalten!

Buch und Regie: Uli Jürgens

Kamera: Gerald Gottlieb

2. Kamera: Volkmar Geiblinger

Ton: Nikolaus Suchentrunk

Schnitt: Thomas Rath

Mischung: Gerd Jochum

Sprecher: Stefan Fleming, Uli Jürgens, Michael Köppel, Vera Schmidt

Produktion: Volkmar Geiblinger / Trilight Entertainment

 

 Anlässlich der israelischen Staatsgründung vor 70 Jahren beleuchtet diese Fernsehdokumentation den Themenkomplex rund um die Emigration österreichischer Jüdinnen und Juden nach Palästina/Israel rund um den Zweiten Weltkrieg. Die Situation unterschied sich gravierend von anderen Zufluchtsorten wie etwa den USA – der Terminus Exil scheint nur für einen Teil der Betroffenen zu greifen, also jene, die sich stets fremd und nicht zugehörig fühlten. Vielen EmigrantInnen galt Palästina jedoch als eine Art wiedergefundene Heimat, untrennbar verbunden mit jüdischer Geschichte und Tradition. ÖsterreicherInnen haben geholfen, den Staat Israel aufzubauen. Sie stellten ihr Know-how und ihr Engagement in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens zur Verfügung: Kultur, Politik, Bildung, Wissenschaft, Landwirtschaft. 

Diese Dokumentation erinnert, ausgehend von den Visionen Theodor Herzls, an die Gründungsmütter und -väter des Landes. Es kommen Zeitzeugen wie Fredi Dagan und Ari Rath genauso zu Wort wie Angehörige von EmigrantInnen (Gabriel Volé, Osnat Kollek) und WissenschaftlerInnen (Paul Mendes-Flohr, Timna Seligman, Victoria Kumar). Die Einzelschicksale werden in einen zeithistorischen und gesellschaftlichen Kontext gestellt, Postkarten aus den 1930er Jahren und seltenes Archivmaterial führen zurück zu den Anfängen des kleinen Staates an der Mittelmeerküste. Die Suche nach Spuren österreichischer EmigrantInnen beginnt in Wien und führt an Originalschauplätze in Tel Aviv, Jerusalem und in den Kibbuz Kfar Blum.

In welchen Bereichen hat sich österreichisches Erbe erhalten? Wo und wie haben ÖsterreicherInnen am Aufbau Israels mitgewirkt? Wie wird heute mit der Erinnerung umgegangen?